Am Mittwoch, 17.8. um 16.30 Uhr pflanzen Schulanfänger ihren Zuckertütenbaum im Garten des Familienzentrums und Kindergartens "Treffpunkt Linde" in Plagwitz. Die Kinder erhalten wenige Tage vor Schulbeginn symbolisch die Zuckertüte.
Wir unterstützen gemeinsam mit der Leipziger Kinderstiftung und Trägern der Jugendhilfe in diesem Jahr wieder 40 Familien, für die aufgrund ihrer Einkommenssituation der Schulstart eine zusätzliche Belastung darstellt. Mit neuem Ranzen und Schulmaterial sollen sich die Kinder von Beginn an integriert und nicht ausgegrenzt fühlen.
Die praktische Unterstützung der Pflanzaktion leisten Jugendliche aus dem Jugendbeschäftigungsprojekt des BBW, dem "Netz kleiner Werkstätten". Die Auswahl der Familien und das Beschaffen der Sachspenden lag in den Händen des FAIRbund e.V., des Deutscher Kinderschutzbund e.V. und des Mütterzentrum Leipzig e.V..
Kinder sind unsere Zukunft - dieses Motto verbindet die Stiftungen und Vereine, die sich seit vier Jahren für die Aktion engagieren. Willkommen, ihr Schulanfänger! Lernt fleißig, werdet groß und stark - gegen alle Hindernisse, die das Leben bereit hält.
Prof. Dr. Pinkwart, Studierende der HHL, Dr. Regina Liebold und Wolfgang Merseburger bei der ScheckübergabeAm 20.04.2011 übergaben Studierende der Handelshochschule einen Scheck über 500 € für die "Aktion Zuckertüte" an Wolfgang Merseburger und Regina Liebold vom Vorstand der Stiftung.
Bei der Übergabe mit dabei, der neue Rektor dieser ältesten betriebswirtschaftlichen Hochschule im deutschsprachigen Raum, Professor Dr. Andreas Pinkwart, ehemaliger Wirtschaftsminister von NRW.
Der Rektor und seine Studenten hatten die Geldsumme beim Leipziger Stadtwerke-Marathon am 17.04. erlaufen.
„Seht mal, wie der aussieht“, heißt es für viele Kinder aus einkommensschwachen Familien zu Beginn des Lebensabschnittes „Schule“. Sie werden von ihren Mitschülern belächelt oder gar verspottet, weil Ranzen, Kleidung, Schulmaterial, Sportzeug mehrfach benutzt oder billig aussehen.
Wir können das nicht aus der Welt schaffen, aber vielleicht einigen Kindern solche Stigmatisierungen zum Schulbeginn ersparen. Wir wollen mit der Aktion Zuckertüte vor allem Familien und Kindern helfen, die sich in besonders schwierigen Lebensumständen befinden. Die Zielgruppe ist groß. Insgesamt ist jede fünfte Familie in Leipzig von Einkommensarmut betroffen. Staatliche Unterstützungsleistungen decken Mehrausgaben anlässlich der Einschulung nicht ab.
Wichtig für unser Vorhaben ist, dass den ausgewählten Familien das Angebot sensibel angetragen wird und sie selbst entscheiden können, ob und was sie davon annehmen wollen. Daher wird mit Unterstützung von Sozialpädagogen eine Auswahl getroffen, weil wir selbst mit noch so großen Anstrengungen nicht allen helfen können.
Was wird konkret gebraucht?
- Erstausstattung für Schulanfänger (Schulmaterial, Stifte, Schulfüller...)
- Zuckertüte
- Kleidung
- Sportkleidung
- Ranzen
August 2010: Die Azubis der VNG Verbundnetz Gas AG haben mit selbst gebackenen Kuchen einen guten Verkaufserlös erzielt: über 600 Euro spendeten sie direkt an den Verein Fairbund, damit die Aktion Zuckertüte auch 2010 stattfinden kann. Der Verein übergab zum Schulanfang 2010 ... Familien die benötigten Sachspenden. Und wir - danken für das Engagement der jungen Leute von der VNG!
Aus einer Spende der Volksbank Leipzig konnten wir 2009 opulente 2.000 Euro für die Aktion Zuckertüte einsetzen. Die Familien wurden über drei ausgewählte freie Träger der Jugendhilfe angesprochen, nach dem konkreten Bedarf gefragt und erhielten jeweils zielgenaue Sachspenden für die Schulanfänger. Zum Bürgerpicknick 2009 im Clara-Zetkin-Park waren die Familien eingeladen und hatten die Gelegenheit, mit allen anderen gemeinsam zu frühstücken.
Sept. 2008: Dank großzügiger Spenden der Leipziger konnten wir 30 Kindern aus einkommensschwachen Familien zu einer würdigen Ausstattung des Schulbeginns verhelfen. Das Geld reichte für 29 Zuckertüten, 9 Schulranzen, 14 Mal Sportkleidung und umfangreiches Schulmaterial.
„Wir wollten, dass kein Kind schon am ersten Schultag schief angesehen wird, nur weil die Erstausstattung von bescheidenen Verhältnissen zeugt,“ freut sich Wolfgang Merseburger vom Vorstand über den Erfolg der Aktion.
Foto: Thorben Wengert / Pixelio
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