Stiftung Bürger für Leipzig || Navigation überspringen

Navigation:

Stiftung Bürger für Leipzig


Inhalt der Seite || nach oben springen || Zur Startseite

 

Stiftungstag in Frankfurt 2010 - Wir waren dabei!

Unter dem Motto „Stiftungen in der Stadt- Impulsgeber für das Gemeinwesen vor Ort“ fand vom 5.-7.5.2010 in Frankfurt am Main der Deutsche Stiftungstag statt. Als Vertreterin unserer Stiftung konnte ich daran teilnehmen. Da die Teilnahmegebühr auf die vermögenderen Stiftungen zugeschnitten war, besuchte ich nur ein Intensivseminar der Deutschen Stiftungsakademie am ersten Tag des Kongresses mit den Schwerpunkten Stiftungsstrategie, rechtliche Fragen der Stiftungsarbeit, innovative Fundraisingkonzepte.
Besonders begeistert und inspiriert hat mich an diesem Tag der Vortrag der Bürgerstiftung Braunschweig über „Öffentlichkeitsarbeit mit allen Sinnen“.
Neu war mir die große Zahl von Stiftungen in der BRD (17 372), von denen ca. 1700 Teilnehmer am Stiftungstag teilnahmen. 914 Stiftungen wurden 2009 neu gegründet. Immer wieder hervorgehoben wurde die Fokussierung auf Kooperation von Stiftungen und Projekttransfer.

 

Bürgerstiftungen in Deutschland




Warum Bürgerstiftungen in Deutschland
Wie arbeitet eine Bürgerstiftung?
Zur Rolle der Stifter
Hintergrund und Ursprung
Merkmale einer Bürgerstiftung



Warum Bürgerstiftungen in Deutschland?



Ungeachtet aller lokalen und regionalen Unterschiede steht hinter dem Versuch, auch in Deutschland Bürgerstiftungen zu gründen, die grundsätzliche Frage: Wie lässt sich in einer durch zunehmende Individualisierung der Lebensstile und wachsende Desintegration gekennzeichneten Gesellschaft der soziale Zusammenhalt bewahren? Es wird zunehmend deutlich, dass der Staat allein nicht mehr in der Lage ist, das für den Zusammenhalt einer Gesellschaft unerlässliche "soziale Kapital", verstanden als das Ergebnis zwischenmenschlicher Kommunikation und Beziehungen, zu schaffen.

Die Idee der "Zivil- bzw. Bürgergesellschaft" erfreut sich daher wachsender Beliebtheit. Es wurde erkannt, dass die Entwicklung moderner Gesellschaften heute mehr denn je des gestalterischen Engagements ihrer Bürger bedarf. Der Begriff der "Bürgergesellschaft" ist mittlerweile zum Leitbild einer dynamischen und guten Gesellschaftsordnung geworden, in der die Menschen aktiv am öffentlichen Leben teilnehmen und sich in verschiedenen Rollen für das Gemeinwohl engagieren. Vor diesem Hintergrund richtet sich nun auch in Deutschland das Interesse verstärkt auf das Modell der amerikanischen "Community Foundation" als einer Institution, in der sich individuelles, auf das Gemeinwohl hin orientiertes Engagement organisieren lässt. Als Stiftungen "von Bürgern für Bürger" sind Bürgerstiftungen aufgrund ihrer finanziellen und politischen Unabhängigkeit wie kaum eine andere Institution in der Lage, Anstöße für innovative Problemlösungen zu geben, bürgergesellschaftliches Engagement zu mobilisieren, eine große Vielfalt gemeinnütziger Aktivitäten zu fördern oder ganz einfach die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen. Bürgerstiftungen bilden damit eine Brücke zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der die traditionellen intermediären Institutionen - Familie, Kirche, Schule, Vereine, Parteien etc. - zunehmend an Bedeutung und Einfluss verlieren, lohnt es sich, über neue Formen der Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft nachzudenken. Eine Bürgerstiftung könnte hier eine mögliche Antwort sein. Die Bürgerstiftung versteht sich als Initiator, Koordinator und Katalysator gemeinnütziger Aktivitäten. Im Idealfall übernimmt sie eine Vermittlungsfunktion zwischen den unterschiedlichen Akteuren in der Gemeinde, Stadt oder Region.



Wie arbeitet eine Bürgerstiftung?



Mit den Erträgen des Stiftungsvermögens fördert oder initiiert die Bürgerstiftung eine Vielzahl unterschiedlicher, dem Gemeinwohl dienende Projekte. Sie versteht sich als Initiator, Koordinator und Katalysator gemeinnütziger Aktivitäten in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region.

Darüber hinaus mobilisiert und koordiniert eine Bürgerstiftung nicht nur finanzielle Mittel, sondern schafft und fördert neue Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement. Sie bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit, sich nicht nur mit Geld, sondern auch mit Zeit und Ideen für das Gemeinwohl zu engagieren.

Eine Bürgerstiftung ist frei von jeglicher Kontrolle oder Einflussnahme durch staatliche Instanzen, politische Organisationen oder einzelne Stifter. Aus diesem Grunde wird sie von einem unabhängigen Führungsgremium geleitet, das sich aus Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt, die aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihres Engagements dazu qualifiziert sind, der Stiftung vorzustehen.



Zur Rolle der Stifter



Das Ziel einer Bürgerstiftung ist es, einer größeren Zahl von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen (Corporate Citizens)zu ermöglichen, ihre spezifischen Beiträge zum Gemeinwohl unter einem gemeinsamen Dach zu verfolgen. Sie dient als ein Sammelbecken für Spenden und Zustiftungen. Der langfristige Aufbau des Stiftungsvermögens durch Zustiftungen sichert die finanzielle Unabhängigkeit einer Bürgerstiftung und gewährleistet die Kontinuität der Stiftungsarbeit.



Hintergrund und Ursprung



In den letzten Jahren hat das Konzept der Bürgerstiftung (Community Foundation), das in der anglo-amerikanischen Welt eine lange Tradition besitzt, in Europa zunehmendes Interesse gefunden. Es kann beim Aufbau dieser Stiftungen allerdings an eine lange Tradition lokalen Stiftens in Deutschland angeknüpft werden. Das Konzept der Bürgerstiftung als Community Foundation existiert in der anglo-amerikanischen Welt seit der Gründung der Cleveland Foundation in den USA 1914. In. den USA sind seitdem mehr als 600, in Großbritannien über 60 Community Foundations entstanden.

Hier zu Lande ist das Modell der Bürgerstiftung erst seit 1996 mit der Gründung der Stadt Stiftung Gütersloh auf Interesse gestoßen. Heute gibt es bereits über 100 bestehende und eine Vielzahl in Gründung befindliche Bürgerstiftungen.




Merkmale einer Bürgerstiftung



1. Unabhängigkeit Eine Bürgerstiftung ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger. Sie ist in ihrer Leitung und ihren Gremien unabhängig sowohl von Kommunalverwaltung, staatlichen Instanzen oder politischen Organisationen als auch von einzelnen Stiftern. Die Leitung übernimmt ein unabhängiges Führungsgremium, das sich aus Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt, die dazu aufgrund ihres persönlichen Einsatzes für öffentliche Angelegenheiten qualifiziert sind.

2. Gemeinnützigkeit Eine Bürgerstiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

3. Förderung verschiedener gemeinnütziger Belange Eine Bürgerstiftung verfolgt ein breites Spektrum dem Gemeinwohl dienender Zwecke. Sie unterstützt Organisationen und Projekte, die auf eine Verbesserung der Lebensqualität in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld zielen. Zu diesem Zweck vergibt sie Fördermittel an andere gemeinnützige Institutionen und Organisationen oder initiiert selbst entsprechende Projekte.

4. Geographisch begrenzter Wirkungsraum Die Aktivität und Fördertätigkeit einer Bürgerstiftung ist geographisch begrenzt, d.h. sie beschränkt sich in der Regel auf eine Kommune, einen Kreis oder eine Region.

5. .Dauerhaftigkeit Das Stiftungsvermögen ist dauerhaft zu erhalten und durch Zustiftungen zu erweitern. Zur Erfüllung der Stiftungszwecke werden die Vermögenserträge und Spenden herangezogen. Die Verfügbarkeit von Vermögenserträgen gewährleistet auf Dauer die Kontinuität der Stiftungsarbeit.

6. Koordination von gemeinnützigen Aktivitäten Als eine neutrale Institution zur Förderung des Gemeinwesens fungiert eine Bürgerstiftung als Vermittler, Katalysator, Koordinator und Makler. Sie kann für oder mit anderen gemeinnützigen Organisationen vor Ort Projekte durchführen, für diese professionelle Finanzdienstleistungen anbieten (zentrale Fondsverwaltung), Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Stellen anregen und nationale oder internationale Geldgeber auf lokale Projekte aufmerksam machen.

7. Transparenz und Rechenschaftspflicht Eine Bürgerstiftung handelt in allen Aspekten ihrer Arbeit offen und transparent. Sie informiert die Öffentlichkeit und ihre Geldgeber regelmäßig über ihre Ziele, Aktivitäten, finanziellen Verhältnisse, Mittelverwendung und Organisationsstruktur.

Dr. Alexandra Schmied / Bertelsmann Stiftung




Weitere Informationen (alle Seiten) || nach oben springen || Zur Startseite

Foto: Thorben Wengert / PixelioFoto: Thorben Wengert / Pixelio

 

SPENDENKONTO

Sparkasse Leipzig:
Konto 110 110 110 1
Bankleitzahl 860 555 92

IBAN: DE13 8605 5592 110 110 110 1
SWIFT-BIC: WELADE8LXXX

 

Wir danken für Zustiftungen

2012

* Robby Müller
* Igor Münter
* Dr. Ingrid Janke und Eckhard Janke

2011

* Dr. Regina Liebold
* Claudia Penseler
* Prof. Dr. Joachim Barth
* Thomas Golzer
* Manfred Haber
* Alexander und Birgit Malios
* Dr. Thomas Walter
* Anka-Roberta Lazarus
* Dr. Evelin Voß
* Dr. Winfried Damm und
* Dr. Sabine Dietrich-Damm

 

Förderer der Stiftung

Mit einem regelmäßigen Förderbeitrag unterstützen uns:
* Christoph Jabs
* Hartmut Reichmann
* Angelika Kell
* Linda Rockel
* Robby Müller
* Rolf Sprink
* ...

 

Für "Eine Bank für Paul" spendeten

Sophia Hagen, Neo Rauch, Rosa Loy und Sheila Reimann, Katja Röckel, Jutta Sodemann, Susanne Paul, Martin Genest, Susanne Mühlbauer, Moritzbastei Leipzig, Maik Gottas, Evelin Müller, Uwe Emmrich-Kießling, Sylvia Rohr, Franziska Witzmann, Tobias Möller, Daniela Neumann, Anka Roberta Lazarus, Michael Weichert, Heike Bronn, Silke Greger und Kai Braun, Hans Georg Jungcurt, Uwe Duchow, Culturtraeger, Claudia Käßner, Hofmann, Christine, Familie Buschner, Familie Lindner, Hanjörg Pfettscher, Susanne Kucharski-Huniat, Michael Fritsche, Andreas Wilde, Dr. Ute Jahn, Reimar Herrschuh, Monika Möder, Herbert Unglaub, Kerstin Kirmes, Ratskeller Leipzig, Barbara und Herbert Unglaub, Maike Beilschmidt, Thomas Wagner, Nadine-Sophie Krell, Dirk Thärichen, Ron Kross, Gerd Harry Lybke, Odette Züfle, Julia Dallach, Ines Hantschick, Claudia Müller, Leipziger Picknickgesellschaft, Claudius Nießen, Michael Berninger, Westbesuch e.V., Anita Weiss

 

Bankpatenschaften 2011

Frank Trinkkeller, Richard Doll, Lorenz Althen, Barbara Orth, Paul Lorenz

 

Rosenpatenschaften

Dr. Hendrik Siegmund, Andreas Pötzsch, Ulrike Müller, Dr. Michael Sickert, Dres. Hendrikje & Jens Krautheim,Georg Schuppener, Edith und Hartmut Reichmann, Rosemarie Braband, Birgit Zander,Christoph Jabs, Maria Schmidt Lorenz, Ulla Le Landais-Biel, Rocco Lehmann, Sonja Brogiato, Margot Penseler, Bernd Knüfer, Marie-Luise Bergbauer, Kristin und Thomas Döring, Peter und Hildegard Philipp, Dr. Heinz Wiermann, Uwe Kluge, Dr. Ulrike Bumke, Beate Doehler, Andreas und Martina Schuster, Thomas und Heike Golzer, Dr. Rosmarie Schulz, Ines Kramer, Gabriele Frommhold, Gerhard Beyer, Gisela Kallenbach, Inge Kunath, Regina Liebold, Claudia Penseler, Anja und Ralf Nitzsche, Gudrun Siebauer, Ingrid und Gerd Schneider, Claudia Siebeck, Thilo und Cornelia Jäger, Andrea Bärwald, Dr. Evelin Voss, Frank und Margit Emmrich, Monika Möder, Annelies Glänzer, Familie Waltraud und Gelmut Trog, Dr. Dietmar Röhl, Vera Hanschel, Ingrid und Jörg Anders, Silke Wittig, Nico Singer, Michael Berninger, Heike König, Lorenz Althen, Claudia Müller, Ines Hantschick, Josef Fischer, Thomas Plohmann, Bernd-Lutz und Stefanie Lange, Erika Otto, Martin Lutz, Reik Hesselbarth, Dr. Regina Liebold, Dietrich und Bettina Hagel, Maria und Rolf Sprink, Leonhard und Gisela Brier, Frank Trinkkeller, Dr. Katrin Löffler, Gisela und Eberhard Michaelsen und Gisela Dieterichs aus Lingen, Friedhelm Jäger, Sophia Brock, Olivia Christa Zörner, Dr. Christa Fangohr, Dr. Christian Jonas, Birgit Thauer, Marika und Roland Zosel

 

Für die Bildungsprojekte spendeten:

2012

Renate Schramm

2011

Dr. Joachim Schmitt, Dr. Barbara Höll, Dr. Günther Gentsch, BMW AG - Werk Leipzig, Tilia Umwelt GmbH, Prof. Dr. Peter Krumbiegel, Wolf-Dietrich Speck von Sternburg, Michael Fernau, Gerda Hofmann, Dietrich und Bettina Hagel, Sylvia Sander, Dr. Klaus Schwieger, Wolfgang Merseburger, Dr. Christian Jonas, Niels und Waltrudis Gormsen sowie zahlreiche Geschäftspartner der Generali Subdirektion Hartmut Reichmann