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Urbaner Wald – eine Marke aus Leipzig?!
06.12.2010: Die Deutschen lieben den Wald. Er ist Ort für Erholung und romantische Gefühle, er verbessert das Klima und steigert den Wohnwert angrenzender Besiedlung. In Leipzig entstand die Idee, mehr „grüne Lungen“ in der Stadt zu etablieren; „Urbaner Wald“ war am 23. November 2010 Thema in der Grünen Reihe der Stiftung „Bürger für Leipzig“. Etwa dreißig Interessierte waren ins Foyer des Centraltheaters gekommen.
„Urbaner Wald“ ist die gezielte Aufforstung innerstädtischer Brachflächen (verlassene Industriestandorte, ungenutzte Bauflächen, leergezogene Wohnquartiere). Im Gegensatz zu Grünanlagen, die durch viele Freiflächen, einzeln stehende Bäume und Gehölze sowie Blumenrabatten charakterisiert sind, wird ein Urbaner Wald forstwirtschaftlich bewirtschaftet. Für die Bepflanzung werden Gehölze gewählt, die an das Stadtklima, (teilweise) versiegelte Flächen und den Klimawandel angepasst sind. Dabei kann der Bewuchs von hoch und dicht bis klein und aufgelockert variieren.
Regina Dietrich vom Stadtplanungsamt, aus der Abteilung Landschafts- und Grünordnungsplanung berichtete vom Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Urbaner Wald“, das vom Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. In Leipzig sollen mit der urbanen Bewaldung kleiner Flächen Erfahrungen und Ideen für Städte im Umbruch gesammelt werden, die bundesweit an andere Kommunen weitergegeben werden. Das Projekt wird wissenschaftlich durch Forschung begleitet, worüber Prof. Dr. Catrin Schmidt von der TU Dresden (Institut für Landschaftsarchitektur) sowie Prof. Dr. Dieter Rink vom UFZ Leipzig-Halle (Department Stadt- und Umweltsoziologie) informierten. Vor allem im Leipziger Osten und Westen gibt es Flächen, die sich für urbane Bewaldung eignen. Regina Dietrich stellte als Modellfläche das Stadtgärtnerei-Holz an der Zweinaundorfer Straße vor, das 2010 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Hier wurden zu vorhandenem Bewuchs Waldbaumarten und Wildobstarten gepflanzt. Bereits auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei vorhandene Wege wurden erhalten, Aufenthalts- und Spielbereiche, teils unter Verwendung vorhandener Materialien, wurden angelegt; drei Aussichtstürme, die an Hochsitze erinnern, beleben das Gelände ebenso wie eine vom Grafitti-Verein gestaltete Wand. Was laut Moderator Michael Berninger (Projektleiter zwischengrün) zurzeit noch wirkt wie ein forstwirtschaftlicher Schaugarten, verlangt die Geduld der Bevölkerung: Frühestens nach fünf Jahren stellt sich das Gefühl von „Wald“ ein, wenn die Bäumchen eine entsprechende Höhe erreicht haben.
In der anschließenden Diskussion wurden einige Fragen erörtert:
Kann es für die Pflege des Waldes mehr Bürgerbeteiligung geben?
Einerseits bedarf es für die forstwirtschaftliche Nutzung Fachwissen, es bestehen auch öffentliche Verkehrssicherungspflichten, andererseits wird öffentliches Grün von den Bewohnern Leipzigs als etwas wahrgenommen, für dessen Pflege die Stadt zuständig sein soll. Dennoch gibt es laut der Studie des Umweltforschungszentrums eine große Bereitschaft, sich für die Etablierung urbanen Waldes zu engagieren oder zu spenden, alternative Partizipations- und Finanzierungsmodelle sind also denkbar.
Können „wilde Wälder“ begehbar gemacht werden?
Auf verlassenen Brachen (Sukzessionsflächen) entstehen urbane Wälder von allein. Eine „Begehbarmachung“ im Rahmen des Projektes ist möglich, wenn die Eigentumsverhältnisse der Fläche geklärt werden können und die Eigentümer einverstanden sind. In solchen Fällen werden vorhandene Nutzungen wie z. B. Trampelpfade aufgenommen, um die Flächen ins umgebende Quartiert zu integrieren.
Warum Wald, wenn von Bürgern eher Park verlangt wird?
Der Urbane Wald ist nur eine weitere von vielen Nachnutzungsarten der entstehenden oder vorhandenen Brachen. Seine Besonderheiten sollen zunächst im Rahmen des Projektes untersucht und die Grenze „Wald <–> Park“ ausgelotet werden. Urbaner Wald ist in der Anlage und Pflege zudem wesentlich kostengünstiger als ein Park.
Kann Urbaner Wald zur Energieerzeugung genutzt werden?
Der Urbane Wald soll in erster Linie der Erholung dienen. Für einen „Energiewald“ müsste man eher Monokulturen und schnell wachsende Bäume anpflanzen.
Insgesamt wurde das Thema „Urbaner Wald“ von den Anwesenden sehr positiv aufgenommen. Bis 2015 läuft das Projekt – dann wird an einigen Stellen wie im Stadtgärtnerei-Holz schon ein kleiner Wald gewachsen sein und vielleicht wird die Marke „Urbaner Wald“ auch an anderen Orten der Bundesrepublik etabliert.
Heike Bronn




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Angelika Kell, VorstandsvorsitzendeAngelika Kell, Vorstandsvorsitzende
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